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Das Geheimnis einer Schau-erfolgreichen Palomino Züchtung
Palominos sind gekennzeichnet durch ihre goldene Fellfarbe mit hellem Langhaar, dabei ist die Rasse unbedeutend. Um einen Palomino zu züchten muss man nicht unbedingt Palominostute und Palominohengst miteinander kreuzen, denn das führt nur in jedem zweiten Falle zur gewünschten Palominofärbung, sondern auch die Anpaarung von einem Palomino mit einem Braunen, Fuchs, Schimmel oder einem Cremello bringt mit einer gewissen Chance einen Nachkommen mit der goldenen Fellfarbe. Nur die Paarung von Fuchs und Cremello garantiert ein Palominofohlen. Dabei ist es unwichtig, welche Farbe von der Vater- oder Mutterseite kommt.
Bei Palominoschauen werden nach Auskunft des britischen Palominoverbandes die Pferde zu 80 % nach ihrer Farbgebung und zu 20% nach ihrem Exterieur bewertet. Dabei haben die Cremello x Fuchs Nachkommen die meisten Platzierungen und Siege errungen gefolgt von Pferden mit Eltern der Kombinationen Palomino x Palomino und Fuchs x Palomino.
Quelle: Billington, H.E. und McEwan, N.R.: The relationship between Parental Coat Colour and Prize-winning Palominos. J. Equine Sci , 2009.
Warum haben Zuchtstuten trotz Pflege und Fütterung schlechtere Hufe als die anderen Pferde im Stall?
Das Hufwachstum wird bestimmt durch Faktoren, wie die Pferderasse, die Genetik, das Klimas und die Tageslänge und ganz besonders die Zufuhr von Nährstoffen, also der Fütterung.
Bei Stuten hat die Versorgung ihres Fohlens hohe Priorität, das ist schon im Mutterleib so und setzt sich mit der Versorgung über die Milch fort, dafür mobilisiert die Stute alle ihre Reserven. So ist es nicht verwunderlich, dass die Hufe von Vollblutstuten in dem Monat mit der größten Milchleistung im Durchschnitt ¼ cm weniger wachsen als von nicht-milchgebenden Vollblütern im selben Zeitraum mit derselben Fütterung. Auch die Zusammensetzung des Hufhorns unterscheidet sich zwischen milchgebenden und nicht-milchgebende Vollblutstuten.
Schwaches Horn führt vermehrt zu Brüchen und Spalten. Verlangsamtes Wachstum sorgt zusätzlich dafür, dass die Brüche und Spalten nicht so schnell herauswachsen und somit die Regeneration langsamer voranschreitet.
Quelle: Komosa, M., Frackowiak, H. und Purzyc, H.: Influence of lactation on hoof horn growth in thoroughbred horses during the annual cycle. Biol. Rhythm Res., 2011.
Zusammengefasst von Julia Steinhoff-Wagner
